Monatsimpuls Dezember

 

 

 

 

 

Da sie den Stern sahen, waren sie hocherfreut.

 

Matthäusevangelium 2, 10

 

 

 

 

 

 

Sterne begegnen uns in der Advents- und Weihnachtszeit in vielen Fenstern. Sie schmücken die Verkaufsstände auf den Weihnachtsmärkten. Man kann sie käuflich erwerben in allen möglichen Größen und Varianten, mit oder ohne Beleuchtung. Wir haben uns an sie gewöhnt wie an die andere Weihnachtsdeko. Sie gehören eben dazu. Genauer hinschauen tun wir doch erst, falls wir einen neuen für unsere gute Weihnachtsstube benötigen.

 

 

Die wahre Bedeutung des Sterns von Betlehem ist den meisten Menschen gar nicht mehr bewusst. Für viele Menschen wird er gleichberechtigt neben der Christbaumkugel eingestuft. Die echte Freude am Stern von Betlehem ist uns leider verloren gegangen.

 

Doch vor rund 2000 Jahren war es ein Stern, der den Weisen aus dem Morgenland den Weg zu Jesus Christus gezeigt hat. Da deuteten Astrologen aus der bestimmten Stellung eines Sterns heraus, dass in Judäa ein neuer König geboren wurde. Das waren keine dummen Leute. Astrologie galt damals als anerkannte Wissenschaft.

 

Die Astrologen machten sich auf den Weg nach Judäa, um dem neuen König zu huldigen. Wie viele es waren, wissen wir nicht. In den Krippenspielen treten immer 3 Weise auf. Sicherlich rührt das von den drei Geschenken Gold, Weihrauch und Myrrhe her.

 

Die Männer folgen einfach dem Stern. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Stern sie auch nach Jerusalem in den Palast des Herodes geführt hat. Da dieser Stern auch über Jerusalem leuchtete, war es ja logisch zu denken, dass sie den neuen König im Palast finden würden. Doch sie mussten weiter nach Betlehem. Als dort der Stern über dem Stall stillstand, waren sie hocherfreut.

Mit dem Zwischenstopp in Jerusalem hatten sie einen menschlichen Fehler gemacht. Denn dort scheint der Stern nicht stillgestanden zu haben. Dennoch war es dieser Fehler, der die Erfüllung der Prophetie aus Jeremia 31, 15 erst möglich machte: „In Rama hört man Totenklage und bitteres Weinen. Rahel weint um ihre Kinder, denn ihre Kinder sind nicht mehr da.“ Gott kommt auch durch menschliche Fehler zum Ziel. Nachdem die Weisen auf einem anderen Weg in ihr Heimatland zurückkehrten, lesen wir in der Bibel nichts mehr von ihnen. Dieser eine Stern hat ihnen den Weg gewiesen.

 

Doch mit der Geburt von Jesus ist ein neuer Stern aufgegangen. In Offenbarung 22, 16 steht: „Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, damit diese Botschaft den Gemeinden bekannt gemacht wird. Ich bin der Wurzelspross und Nachkomme Davids, der glänzende Morgenstern.“

Spätestens kurz nach dem 06. Januar werden die Sterne an den Fenstern wieder abgenommen. In den Supermärkten werden sie aus den Regalen geräumt. Fast ein Jahr lang wird sich kein Mensch für diese Sterne interessieren. Doch Jesus Christus als der Morgenstern wird weiterleuchten und uns den Weg weisen, wenn wir uns darauf einlassen.

Die Weisen hatten keine Ahnung, dass ihnen ihr Stern den Weg zum König des ganzen Universums gewiesen hat. Dennoch sind sie losgegangen.

 

Viele Menschen heutzutage wissen nichts oder kaum etwas um Jesus Christus als den Morgenstern. Dennoch leuchtet er und will ihnen den Weg zeigen. Was für die Weisen damals galt, gilt auch noch heute: Jesus lässt sich finden, wenn wir ihn von ganzem Herzen suchen! Dann dürfen Sie unseren Monatsspruch in etwas abgewandelter Form ganz persönlich für sich in Anspruch nehmen: „Als ich den Stern sah, war ich hocherfreut.“

 

 

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit

 und einen besinnlichen Start ins Jahr 2019

 

Ihr Klaus Pagenkopf