Juli 2018

 

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe.

Pflüget ein Neues, solange es noch Zeit ist, den Herrn zu suchen,

bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt.

 

Hosea 10, 12

 

Es gibt ein Gesetz von Saat und Ernte, Galaterbrief 6,7: „Was der Mensch sät, das wird er ernten.“ Das gilt für den Garten. Wenn ich Radieschen säe, werde ich keine Möhren, sondern Radieschen ernten. Und im geistlichen Bereich, wenn ich die von Gott empfangene Gerechtigkeit ausbreite, werde ich keine Ungerechtigkeit ernten.

 

Doch manchmal empfinden wir das völlig anders. Wir ernten Unverständnis. Wir werden als altmodisch abgetan. Es kann passieren, dass man uns als fundamentalistisch einstuft, wenn wir von Gottes realer Gerechtigkeit reden. Bis dahin gehend, dass wir in die politisch rechte Ecke gestellt werden. Das tut oft weh. Wir haben Gottes Gerechtigkeit erfahren, wollen von dieser erzählen und werden abgelehnt.

 

Dennoch spricht dieser Bibelvers von Ernte nach dem Maß der Liebe. Bei dem Weitererzählen von Gottes Gerechtigkeit spielt meine Motivation die entscheidende Rolle. Ich bin nicht gezwungen, Menschen zu missionieren. Gott hat mich so reich beschenkt - mit Vergebung meiner Schuld und der Zusage auf ein ewiges Leben in seinem Reich. Ich rede einfach davon. Weil ich voll bin von der Liebe, mit der mich Gott beschenkt hat. Im 1. Korintherbrief 13 steht, dass "die Liebe alles zudeckt.“ So ist es auch. Ich kann Ablehnung ertragen. Gott liebt diesen Menschen, der mich ablehnt, der mich verspottet. Jesus hat all dies bereits für mich ertragen bis hin zum Tod am Kreuz.

 

Aus eigener Erfahrung darf ich sagen, wenn ich dem, der mich ablehnt, in ehrlicher Liebe begegne, wird er schwach werden. Vielen Menschen fällt es schwer anzunehmen, einfach geliebt zu werden. Ohne Bedingungen erfüllen zu müssen. Dann wird die Schwäche des anderen für Gott zur Stärke. Was für eine wunderbare Botschaft. Egal, was du getan hast oder auch noch tun wirst: „Gott liebt dich und will dich gerecht sprechen!!!“

 

In einigen Kirchen und Gemeinden wird nicht mehr evangelisiert. Immer nach dem Motto: Jeder kann tun und lassen, was er will. Eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus als persönlichem Retter wird abgelehnt. „Pflüget ein Neues“-Evangelisation ist der Hauptauftrag an die Gemeinde Jesu. Das wird uns schon im Missionsbefehl gesagt. Dazu dürfen wir uns auch gern neuer Methoden bedienen. Ich bin überzeugt, würde Jesus heute auf dieser Erde wandeln, er hätte sich bei Facebook, Twitter oder Instagram angemeldet. Nutzen wir doch alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um die Gute Nachricht weiterzusage. solange es noch Zeit ist.“ Wir wissen nicht, wie lange wir noch öffentlich evangelisieren dürfen. Doch das Korsett, das uns von Seiten des Staates und von einigen etablierten Kirchen geschnürt wird, wird immer mehr zugezogen.

 

Lasst uns die zur Verfügung stehende Zeit auskaufen. Jesus wird wiederkommen als Herr, König und Richter. Wenn Gott seine Gerechtigkeit über uns regnen lassen wird, ist es mein Wunsch, dass möglichst alle Menschen davon nass gemacht werden.

 

Klaus Pagenkopf