Monatsspruch April 2018

 

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

 

Johannesevangelium 20, 21

 

Mit den Worten „Friede sei mit euch“ spricht Jesus seine Jünger nach seiner Auferstehung an, als er in das Haus des Petrus tritt. Ich bin der festen Überzeugung, dieser Gruß war notwendig. Er hat etwas Beruhigendes. Die Jünger waren erschrocken, als ihnen der Auferstandene begegnete. Noch hatten ihn nicht alle Jünger gesehen. Besonders Thomas war im Zweifel. Doch Jesus hat die Situation im Griff. Diesen Gruß hatte er seinen Jüngern aufgetragen, als er sie das erste Mal ausgesandt hat. Diesen Gruß sollten sie denen sagen ,die sie aufgenommen haben, um die frohe Botschaft zu hören. Es waren für die Jünger vertraute Worte. Auf diese Worte hin hatte Thomas den Mut, seine Zweifel anzumelden. Jesus beseitigt seine Zweifel. Er lässt Thomas die Wundmale nicht nur sehen, sondern auch berühren. Daraufhin kann Thomas wieder glauben. Ja, der zugesprochene Friede Gottes ist höher als all unsere Vernunft.

 

Menschlicher Friede bedeutet aber nicht, alles ist wieder in Ordnung oder so, wie es vorher war. Vor jedem Frieden gab es einen Krieg. Dabei gab es immer einen Verlierer. Die siegreiche Armee hat die Friedensbestimmungen dem Verlierer aufgezwungen. Das haben gerade wir Deutschen nach zwei verlorenen Weltkriegen schmerzhaft erleben müssen. Die Teilung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg war so eine schmerzhafte Folge. Und auch nach der Wiedervereinigung ist es zwischen Ost und West noch lange nicht friedlich. Da ist so viel Neid und Missgunst im Spiel.

 

Am Kreuz von Golgatha hat Jesus Christus den Widersacher Gottes, den Satan, besiegt. Der Frieden zwischen Gott und den Menschen ist wiederhergestellt. Leider gibt sich Satan nicht geschlagen. Er will die Bedingungen nicht akzeptieren. Deshalb geht er umher wie ein brüllender Löwe, wie ein schwer verwundetes Raubtier. Diese sind die gefährlichsten. Man glaubt, die können eh nichts mehr tun, und dann erfolgt ein Angriff, den man nie erwartet hatte.

 

Gerade weil das eine Tatsache ist, sendet Jesus seine Jünger in diese Welt. Dazu gehören wir als Christen. Ausgestattet mit seinem Frieden, erfüllt in der Vollmacht des heiligen Geistes dürfen wir den Frieden Gottes in diese Welt hinaustragen.

 

Jesus Christus wurde vom Vater gesandt. Nun sind wir dran. Der Friede des Vaters war bei allen Handlungen Jesu dabei. Der Friede des Vaters für seinen Sohn hat ihn beschützt.

 

Es gab nur einen Augenblick, an dem Jesus ohne den Schutz des Vaters und ohne seinen Frieden war. Das war am Kreuz von Golgatha.

 

Diesen Augenblick der Verlassenheit hat Jesus bereits für uns vollbracht. So dürfen wir in seinem Frieden, unter seinem Schutz die frohe Botschaft der Vergebung unserer Schuld und die Botschaft der Errettung in Ewigkeit weitersagen.

 

Das ist die nächste Gute Nachricht nach der Auferstehung.

 

Klaus Pagenkopf